Stattdessen auf dem Tisch im Eßzimmer ein Filmplakat und daran mit einer Büroklammer ein Zettel:

Es wird nicht nur sehnsüchtige Erinnerung an die lange Reise “down under” dahinter stecken. Wenn die Frau mal wieder ‘ne Idee hat, geht bald die Post ab. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sie nur an einen Kinobesuch denkt. Jetzt habe ich über's Wochenende was zu grübeln, den großen Rand McNally schon mal aufgeschlagen.
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(Bleiswijkse Verlaat, alte Schleuse an der Rotte aus dem Jahr 1774)
Die Rotte ist ein stilles, kleines Moorflüßchen im Rhein-Maas-Mündungsgebiet, dem sogenannten Grünen Herzen Hollands. Wo sie in die Maas mündet, wurde sie im Rahmen der Trockenlegung von Poldern etwa um 1260 mit einem Damm vor dem Eindringen von Maas- und Nordseewasser gesichert. Am Rotterdam landeten und verkauften seitdem Heringsfischer ihren Fang, und von dort wurde er weiter landeinwärts verschifft.
Um die Abenteuer seiner dreimaligen Teilnahme an Kreuzzügen des Deutschen Ordens gegen die Litauer im Baltikum zu finanzieren, verlieh Graf Wilhelm IV. von Holland, Seeland und Hennegau 1340 sogar dem kleinen Umschlagplatz Rotterdam Stadtrechte, gegen entsprechende Gebühren versteht sich. Wilhelm fiel schon 1345 im Alter von etwa 26 Jahren in Kämpfen gegen die aufsässigen Friesen bei Stavoren. Da er keine legitimen Erben hinterließ, beerbte ihn seine älteste Schwester Margarethe. Im Hennegau war weibliche Erbfolge zulässig, die Grafschaft galt als “Weiberlehen”. Margarethe I. war aber keine niederländische Duodezadelige, sondern seit ihrem dreizehnten Lebensjahr die zweite Ehefrau des deutschen Kaisers, Ludwig des Bayern, und so kamen Holland, Seeland und Hennegau im fernen Nordwesten des Reiches in den Hausbesitz der bayerischen Wittelsbacher.
Kaiser Ludwig IV., 1346 von dem Luxemburger Karl IV. als Gegenkönig herausgefordert, starb im folgenden Jahr auf der Bärenjagd an einem Schlaganfall. Der gleichnamige älteste Sohn aus der Ehe mit Margarethe wurde Herzog von Oberbayern, der zweite Sohn als Wilhelm I. Herzog von Niederbayern. Ihm hatte der Vater bereits die niederländischen Grafschaften zugedacht, sodaß es tatsächlich zur Bildung eines heute kaum noch bekannten Herzogtums Straubing-Holland als wittelsbacher Nebenlinie kam.
Doch verlangte die erst 35-jährige Kaiserwitwe Margarethe von ihrem Sohn eine beträchtliche Abstandszahlung für ihren Verzicht auf die Herrschaft in ihren niederländischen Stammlanden. Die waren von den holländischen Grafen finanziell bereits heftig zur Ader gelassen worden, mußten zudem für ständige Auseinandersetzungen mit den Friesen und dem rivalisierenden Bistum Utrecht geradestehen, und außerdem wurden die Niederlande 1349 von der ersten Pestepidemie empfindlich getroffen. Mächtige Adelige wie die Herren von Egmont und Heemskerk und einige Städte verlangten von Wilhelm darum den Bruch mit seiner Mutter und schlossen sich gegen ihre Anhänger zu einem Bund zusammen, der sich den ursprünglichen Spottnamen die Kabeljaue zu eigen machte.
Die gegnerische Fraktion, die Haken (Hoeken), rief Margarethe zurück, und 1350 brach ein Bürgerkrieg aus, dessen wechselhafte kriegerische Phase erst 1354 durch Vermittlung von Margarethes Schwager, König Edward III. von England, beendet wurde. 1356 starb Margarethe, die nur den Hennegau behalten hatte, zwei Jahre später stach der vermutlich wieder einmal volltrunkene Wilhelm V. im Großen Saal der Haager Burg plötzlich einen seiner Begleiter nieder. Man erklärte ihn für geisteskrank und machte seinen jüngeren Bruder Albrecht von Bayern zu seinem Vogt und Nachfolger. Der regierte das Herzogtum bis zu seinem Tod 1404 46 Jahre lang lieber von Den Haag als von Straubing aus und machte es zu einem wohlhabenden und ernstzunehmenden Mitspieler im Konzert der damaligen europäischen Mächte. Beredter Beleg dafür ist die berühmte Doppelhochzeit von Cambrai im Jahr 1385. Vor 20.000 geladenen Gästen verheiratete Herzog Albrecht da seinen Sohn Wilhelm (VI.) mit Margarete, der Tochter Herzog Philipps des Kühnen von Burgund, und seine Tochter Margarethe mit dessen Sohn Johann Ohnefurcht. Das eröffnete den holländischen Wittelsbachern natürlich glänzende Zukunftsaussichten, es warf aber auch die Frage auf, wer einmal wen beerben würde.
Derweil schaufelten die ersten Poldermühlen entlang der Rotte unermüdlich Wasser, um die Sümpfe und Moraste entlang des Flüßchens weiter trockenzulegen und in Nutzung zu bringen. Daß durch diese Austrocknung der Boden im Lauf weniger Jahrhunderte bis zu sechs Meter unter den Meeresspiegel absinken würde, konnte damals noch niemand ahnen.

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Schildbewehrt den Weg durch die Thermopylen versperrend? - So mag eine unbewegte Wand aus hohen Halmen mit scharfen Blätterschneiden wirken. Aber packt nur einmal der Wind hinein, aus dem nachgiebigsten Element überhaupt, aus Luft, dann wird das Schilf schnell zum sprichwörtlichen Rohr im Wind.
“Es müßte eine Sage über das Zittern des Schilfs geben. Es sind nicht viele Dinge in der Natur zu finden, die dem menschlichen Auge erstaunlicher scheinen. Es ist eine vielsagende Pantomime des Schreckens. Zu sehen, wie eine so große Zahl verängstigter Kreaturen in jedem Winkel des Ufers Schutz sucht, genügt, um einen dummen Menschen zu beunruhigen. Vielleicht haben sie nur Schüttelfrost, was kein Wunder wäre, da sie hüfttief im Fluss stehen. Oder sie haben sich womöglich nie an die Geschwindigkeit und Wildheit der Flussströmung gewöhnt oder an den Zauber der endlosen Fülle. Pan musizierte einst auf ihren Vorfahren, und so, durch die Hände des Flusses, spielt er immer noch... dieselbe liebliche wie schrille Melodie, um uns von der Schönheit und den Schrecken der Welt zu erzählen.
Die Schilfrohre könnten als Warnung mit ihren Köpfen nicken und mit zitternden Gesten erzählen, dass der Fluss ebenso grausam sei wie stark und kalt, dass der Tod in dem Strudel unter der Weide lauere. Doch die Schilfrohre mussten auf ihren Plätzen stehen bleiben, und jene, die stillstehen, sind immer furchtsame Ratgeber.”
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“Please walk on the grass! Smell the roses, hug the trees, talk to the birds and picnic on the lawns.” –
O, süße Freiheit und Humor der neuen Welt dort unten! Ach, Europa-EU-Schengenraum-Holland, dir gehen sie ab.
Damit allein nicht genug. In den Scheveninger Dünen jagt ein privater Sicherheitsdienst mit Colt im Halfter Spaziergänger, die es einmal wagen sollten, einen der Schlagbäume mit Verbotsschild zu umgehen. Außerdem beäugen und bespitzeln sich die Spaziergänger gegenseitig und pfeifen einen Übertreter des Toegangverbods selbst schon einmal rüde zurück. Da es in den Dünen zu dieser Jahreszeit von Besuchern wimmelt, bedarf es einiger, aus holländischer Sicht östlicher Verschlagenheit, um sich von Aufpassern unbemerkt in die Büsche und ins Schilf schlagen zu können.
Zitternd wie Schilf im Wind habe ich es versucht, und es ist mir geglückt. Mit nassen Hosenbeinen und von Mücken zerstochen, kehrte ich triumphierend aus dem verbotenen Land zurück, das gesuchte Bild wohlverwahrt in der Botanisiertrommel der Spiegelreflex. – See, hug and smell it and listen to the wind in the reed!

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Nun ja, Fortführung sommerlicher Stimmung mit literarischen Mitteln:
“Die Sonne strahlte, die Flut setzte ein – vier lustige Meilen die Stunde. Der Wind blies gleichmäßig, mit gelegentlichen Sturmböen. Ich hatte noch nie zuvor in einem Kanu unter Segeln gesessen. Ich denke, es war eine ähnlich große Herausforderung, wie etwa ein erstes Buch zu veröffentlichen.”
Um beides geht es an diesem Sommermorgen auf der unteren Schelde bei Antwerpen, um die Grand Tour in einem Paddelboot und um das erste Buch. Damals, 1876, im August vor 136 Jahren; dasselbe durchwachsene Schietwetter wie heute, dieselben Überlegungen.“Ein Mann sollte sich um nichts Wichtigeres kümmern müssen als um seinen Zeitvertreib. Als Gegenargument kann nur die Geldgier dienen [...] Es ist verlogenes Geschwätz, den Kaufmann und Bankier als selbstlosen Kämpfer im Namen der Menschlichkeit darzustellen.”
Ja, in einem Boot dann auf dem Sambre-Oise-Kanal im flachen Flandern kann man die Gedanken schweifen lassen, sofern man die eigene Haut genauso imprägniert wie die Spritzdecke über dem Süllrand des Kanus.“Wir hatten nun in Bezug auf das Wetter einen Grad an Demut erreicht, den man außerhalb der schottischen Highlands selten erlebt.”
O ja, schöne Sommerlektüre.Fließt still wie die Oise – “das Zentralbüro der Nerven, das wir in einer gewissen Stimmung als Ich bezeichnen, genoss seinen Urlaub” – und ist doch immer in Bewegung. Der eingeschobene Satz wurde immerhin fast fünfzig Jahre vor Freuds Das Ich und das Es unterwegs flüchtig in ein Notizbuch gekritzelt. Es folgt eine der wohl frühesten genauen Beschreibungen dessen, was man heute als Flow-Zustand bezeichnet. Resümee:
“Ich schmeichle mir, dass nicht einmal sterbende Tiere diese niedrige Form von Bewusstsein unterbieten können. Und was für ein Vergnügen das war!” – “Dieser Geisteszustand war der große Gewinn unserer Reise. Er war das entlegenste Ziel, das wir erreichten... so weit entfernt, dass ich nicht erwarte, die Sympathie des Lesers für die lächelnde, friedliche Ironie meines Zustands zu gewinnen.”
Ich sag ja: schöne Sommerlektüre. Robert Louis Stevenson: Das Licht der Flüsse, gerade sehr schön übersetzt von Alexander Pechmann.... link (0 Kommentare) ... comment
Der Höhepunkt der Londoner Spiele, bei denen mir das frenetische Aufbrüllen der angeblich so gefaßten Briten, sobald ein großbritannischer Gladiator die Arena betritt, zwischenzeitlich mächtig auf den Zeiger gegangen ist, war wohl der gestrige Abend. Gestern war die Begeisterung wirklich angebracht, da überstürzten sich Ereignisse, von denen jedes einzelne ein großes Sportfest gekrönt hätte, binnen Minuten; der Trommellauf, mit dem die winzigen Bahamas die USA in der 4x400m-Staffel in Grund und Boden rannten, der neue Weltrekord der US-Frauenstaffel, die ebenso dem für übermächtig gehaltenen Jamaika enteilte, immer wieder dazwischengeschnitten der unglaubliche Wettkampf zwischen den beiden deutschen Stabhochspringern Otto und Holzdeppe, die am Ende schon wegen ihrer Namen dem elegant-geschmeidigen Überflieger Lavillenie unterliegen mußten, und zu allem Überfluß dann auch noch die Dramatik um den entscheidenden Wurf der in ihrer Konzentration immer schönen Betty Heidler. Wenn man vorher die völlig durchgeknallte religiöse Verzückung der 5000m-Siegerin Defar aus Äthiopien gesehen hat, war die klar und entschiedene, aber stets ruhige und besonnene Reaktion von Betty Heidler auf das Versagen der vermeintlich omnipotenten Technik menschlich umso größer. Das sind die wahren olympischen Momente, derentwegen man sich auch viele vergeudete Stunden vor den Fernseher hängt.
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Die zahlreichen internationalen Einrichtungen bringen natürlich auch einen guten Schuß Internationalität ins gutbürgerliche Haag. Nicht nur auf seine Straßen. In seinem Knast sitzt die große weite Welt ein. Nicht bloß irgendwelche lokalen Dealer und Kleinkriminelle, die Frikandellen und Fritten in gepanschtem Schmieröl gebraten haben, hocken hinter Haager Gardinen, sondern Schwerverbrecher von internationalem Rang und Format, die sich nicht mit einem miesen, schäbigen Mord abgeben, sondern miese, schäbige Kriegsverbrechen bis zum Völkermord begangen haben. Hinter diesen hohen Mauern sitzt ein Charles Taylor, den man soeben wegen einiger der "hasserfülltesten Verbrechen der Menschheitsgeschichte", wie es im Urteil heißt, zu fünfzig Jahren Haft verurteilt hat. Hier hofft Karadžić auf weitere peinliche Fehler der Anklage, hier täuscht und trickst der Schlächter von Srebrenica, Mladić, inzwischen zum Simulanten mutiert, um seinen Prozeß zu verschleppen, hier wehrt sich ein brutales Schwein wie Šešelj gewohnt großmäulig gegen seine Verurteilung. "With their stupid charges against me they have come up against the greatest living legal Serb mind. I shall blast them to pieces."
Als ich zum Fotografieren an den Mauern der Haager Pönitenzanstalt entlang ging, kam mir vom Parkplatz ein dunkelhäutiger Herr in hellgrauem Anzug und mit Diplomatenköfferchen entgegen. Überraschend sprach er mich sofort an. Ob ich als Tourist oder vielleicht als Journalist da sei, wollte er wissen. Ich wappnete mich innerlich für die Verteidigung des freien Fotografierens auf öffentlichen Straßen und Plätzen, aber darum ging es dem Herrn aus Afrika gar nicht. Er sei Prozeßbeobachter und komme aus der Demokratischen Republik Kongo; schließlich sei es notwendig, die Prozesse vor dem International Criminal Court kritisch zu begleiten, denn dort würden einseitig nur dem Westen unliebsam gewordene afrikanische Politiker angeklagt und verurteilt. Die bisherige Geschichte des ICC gibt dem Herrn recht, bis heute hat der Gerichtshof ausschließlich gegen Afrikaner Anklage erhoben. Wenn es anders wäre, so der Herr, müsse längst ein George W. Bush auf der Anklagebank des Internationalen Strafgerichtshofs sitzen, aber ich wisse sicher, daß ausgerechnet die Vereinigten Staaten von Nordamerika, die “Erfinder” der Menschenrechte, den ICC nicht anerkennen und ihm sogar direkt entgegenarbeiten würden. So weit rannte der Herr bei mir offene Türen ein, und es entwickelte sich aus dem Nichts ein recht angeregtes Gespräch auf offener Straße, vor dem Gefängnistor.

Über meinen politischen Einfluß in Deutschland hegte der Herr anfangs jedoch anscheinend gänzlich realitätsferne Vorstellungen, denn er fragte mich mehrfach, zu welchen politischen Interessengruppen (“Parteien oder Lobbies”) ich in Deutschland Verbindungen unterhalte und ob mir nicht zufällig Angola Mörkel persönlich bekannt sei. Interessant, welche Einschätzung ein Kongolese über einen beliebig dahergelaufenen Passanten in Europa trifft. Eine kleine Anstecknadel an seinem Revers regte mich zu einer Gegenfrage an. Sie zeigte auf den hellblauen Umrissen des Kongo die Buchstaben MLC. Und, ja, der Herr war Mitglied des Mouvement de libération du Congo, der Partei von Jean-Pierre Bemba, ehemals Vizepräsident des Kongo und Hauptrivale von dessen Präsident Joseph Kabila. Beide unterhalten eigene Streitkräfte, mit denen sie jeweils bestimmte Regionen in dem riesigen Land kontrollieren oder kontrollierten, Bemba den Norden, Kabila die Hauptstadt und den Osten. Ein halbes Jahr nach der letzten Präsidentenwahl, bei der er sich erst in einer Stichwahl gegen Bemba durchsetzte, ließ Kabila Bemba im März 2007 in seinem Haus in Kinshasa angreifen und beschießen. Bemba flüchtete in die portugiesische Botschaft und von dort via Südafrika nach Portugal. Ein Jahr später erließ der ICC einen Haftbefehl gegen Bemba, weil er 2002 auf ein Hilfsersuchen des damaligen Präsidenten von Zentralafrika, Patassé, seine Soldaten in das Nachbarland entsandt hatte, die dort geplündert, gemordet und vergewaltigt hätten. Im Mai 2008 wurde Bemba in Brüssel verhaftet. Seit 2010 macht man ihm hier im Haag den Prozeß. Einen politischen Schauprozeß nach Meinung meines Gesprächspartners auf der Straße. Ich kann dazu nichts sagen, habe nicht die leiseste Ahnung, was wirklich im Inneren Afrikas vorgeht. Mein letzter Gewährsmann dazu ist Joseph Conrad. Gegenwärtige Entwicklungen im Kongo scheint aber die taz ganz gut zu verfolgen, und sie brachte zur Prozeßeröffnung am 21.10.2010 einen ausführlichen Artikel unter dem Titel “Ein äußerst fragwürdiges Verfahren”.
Der Ansicht ist auch der dunkle Herr im hellen Anzug. “Der Segen, vor allem aber der Fluch des Kongo sind seine Bodenschätze”, erklärt er mir. “Gold, Kohle, Diamanten, Uran, Kobalt, Koltan, alles gibt es im Kongo, und alle wollen sie unsere Bodenschätze haben, besonders die ausländischen Großmächte. Der Westen setzte nicht auf Bemba, sondern auf Kabila und hat geglaubt, der würde ihm mit Stabilität die Ausbeutung unserer Rohstoffe erlauben. Aber der Westen hat übersehen, daß Kabila die Militärakademie in Peking absolviert hat, und jetzt verkauft er das Land an die Chinesen. Und wo die Chinesen sich einmal festgesetzt haben, gehen sie freiwillig nicht wieder weg. Die Stellung des Westens im Kongo wird immer schwieriger”, fährt der Herr fort, “Kabila arbeitet mit China zusammen, und wenn der Westen Kabila und die Chinesen loswerden will, kann er im Kongo nur auf Bemba setzen. Deswegen habe ich die Hoffnung, daß der Prozeß gegen Bemba mit einem Freispruch endet.”
Wird auch in diesem Fall Justitia mal wieder unter ihrer Augenbinde hervorschielen?
Solche interessanten Gespräche kann man jedenfalls in Den Haag unversehens auf der Straße führen.
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