
Die ersten Schritte mit der neuen Kamera vor die Tür. Holland, das Land, in dem es keine Gardinen gibt. Das grüne, helle Land, in dem sommers die Sonne scheint, weil auch tagsüber die Straßenlaternen brennen. Der Haager Sommer 2011, evoziert Poesie
Der Sommer kam doch
Auf frisches, grünes Blattwerk
Der Regen schüttet.
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Kunstvolle Verwertung eines ugandischen Rindviehs.

(aus der Abteilung "Üben mit der Kamera")
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In der Gebruikshandleiding bin ich zum Kapitel “flits” noch nicht vorgedrungen. Die allgemeinen Sicherheitshinweise wecken schon genug Bedenken in mir:
“Wanneer u de dioptrie-instelling gebruikt met het oog tegen de zoeker, dient u op te passen dat u niet per ongeluk uw vinger in uw oog steekt.”
Dank dem nützlichen Link des Herrn Pathologen konnte ich mich überzeugen, daß da wirklich steht: “Wenn Sie bei der Bedienung der Dioptrieneinstellung gleichzeitig durch den Sucher schauen, sollten Sie unbedingt darauf achten, nicht aus Versehen mit dem Finger ins Auge zu greifen.”Man kann ja nicht aufmerksam genug sein im Leben. Gut, daß Nikon für uns Dummbatzen an alles gedacht hat.
“Wenn der Trageriemen um den Hals eines Kleinkindes gelegt wird, besteht die Gefahr einer Strangulierung.”
Hier sehen Sie, daß es mir inzwischen gelungen ist, den flits zu überlisten. (Bei der Scharfeinstellung üben wir noch.)

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Vorgestern ging ich dann in eines der größten Fotogeschäfte am Ort, um etwaige Kandidatinnen aus den Nikon- und Canon-Familien mal vergleichend und abwägend realiter in der Hand zu halten... und da stand sie. Von allen Modellen, die ich in Erwägung gezogen hatte, stand ausgerechnet meine Favoritin, eine Nikon D5000, in einer Vitrine für Gebrauchte! Nach Verkäuferaussage erst ein halbes Jahr alt, äußerlich absolut neuwertig und mit einjähriger Händlergarantie für weniger Geld zu haben als die Endpreise bei jeder Auktion. Da hab ich sie gekauft.
Und gleich noch ein gescheites Objektiv (18-200mm) dazu.
Jetzt sitze ich wie ein hypnotisiertes Kaninchen unterm Weihnachtsbaum und wage sie kaum anzurühren. Wir sind noch sehr scheu miteinander. Ob ich jemals lernen werde, mit ihr umzugehen? Ein Handbuch von 250 Seiten liegt bei. (So leicht wird's einem in anderen Fällen nicht gemacht.) Allerdings auf Holländisch. Jetzt muß ich Holländisch lernen! Und dann das Handbuch studieren. Lernen, wozu all die Knöpfe da sind. Was man alles einstellen kann. Und welche Einstellungen man alle abschalten kann. Denn am Ende will ich mit ihr fotografieren und nicht sie mit mir. Eine Lehrzeit auf Monate steht mir bevor. Puh, das wird spannend!

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“Wie sehr das „Feindbild Islam“ zum Lückenbüßer für die allgemeine Ahnungslosigkeit geworden ist, führte das öffentlich-rechtliche Fernsehen am Freitag vor [...] ARD und ZDF, aber nicht nur ihnen, kommt das fragwürdige journalistische Verdienst zu, ihre Zuschauer anstatt aufzuklären, regelrecht dümmer gemacht zu haben. Das Bedürfnis nach Sinnstiftung zu befriedigen ist verlockend, es verspricht Quote und Auflage.
Dabei ist das Muster dieser Sinnstiftung immer wieder dasselbe, es geht um die Konstruktion eines Feindbildes, einer Gefahr, die von Außen kommt und mit „uns“ möglichst nichts zu tun hat. Es geht also um Ausgrenzung, und die sah im Falle des norwegischen Attentäters so aus: Erst galt er als Islamist; dann als Rechtsradikaler, wobei er allerdings einer entsprechenden Gruppierung nicht richtig zuzuordnen war; auch ein christlicher Fundamentalist sollte er gewesen sein, aber das „christlich“ schien offenbar zu unheimlich, da zu nahe, und verschwand also wieder; und am Schluss blieb ein irgendwie wahnsinniger Einzeltäter, ein Sonderling, möglicherweise mit einer erheblichen Persönlichkeitsstörung, ein Psychopath. Weiter ließ sich Anders Behring Breivik wohl nicht aus unserer Mitte wegdefinieren.”
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